Fit und vital mit der Knospenkur

Diese Knospenkur hab leider nicht ich erfunden – Künzle wars. Die Menschen waren damals halt näher an der Natur und haben ihr mehr abgelauscht. Heutzutage glaubt man ja nur noch an Dinge, die man per Skalpell freigesetzt hat. Aber an alle Wissenschaftsgläubigen: Habt ihr denn schon Einsteins Genie sezieren können?  😉

Vielleicht ist die Kur auch zu einfach. Menschen schätzen meist einfache oder kostenlose Dinge nicht. „Wenns so einfach wäre, würden das doch alle machen!“

Nein, eben nicht! Weil es so einfach ist, kann die Pharma da keinen Gewinn mit machen. Und da die Pharma die gesündeste Branche (verräterische Wortwahl… danke Freud!) überhaupt ist, wird sie mit eigenen Studien und viel Geld sicherlich beweisen, das Kräuter nutzlos bis gefährlich sind. Aber allein darüber könnte ich ja schon wieder ein eigenes Büchlein schreiben.

Zurück zur Kur.

Die Knospen sind spät dran, dieses Jahr, aber das heißt für uns ja nur, dass wir jetzt noch gut anfangen können.

Nun also zur Magie des Einfachen, dafür müsst ihr:

Im Frühjahr frische Sprossen und Triebe, vor allem von Dornenhecken (Himbeere, Brombeere, Weißdorn) und Bäumen (Buchen, Birken, Hasel, Eichen, Lärchen, Fichten usw.) vorsichtig abschneiden. Es wird täglich etwa eine Handvoll benötigt. Bitte nur kleine Mengen sammeln, dafür öfter und frisch.

Tja, das ist das ganze Geheimnis. Geht auf jedem Spaziergang und sogar dort, wo viele Hunde laufen. Dann pflück ich einfach eine Etage höher.

Ich geb immer noch ein wenig schwarze Johannisbeertriebe (wenig, weil ich geizig mit meinen Pflanzen bin) dazu. Wichtig also: die frischen Triebe und Sprossen von Bäumen und Sträuchern und vor allem: alles was Dornen hat. Ja, auch Rosen gehören dazu. Dornige Pflanzen spielen eine besondere Rolle beim Entgiften.

Mit eurer Handvoll Gesundheit macht ihr dann Folgendes:

Zubereitung:

Eine Handvoll frischer, zerkleinerter Schosse in ein 2 L – Gefäß geben und mit 1 ½ L Wasser übergießen. Kurz aufkochen und 30 Sekunden ziehen lassen. Vom Absud morgens nüchtern 250 ml trinken und den Rest über den Tag verteilen. Wer es süßer braucht, kann noch 1 Teel. Honig pro Tasse nehmen. (Wer es vor dem Frühstück nicht wirklich aus dem Haus schafft, kann die erste Tasse auch vom dem Teeansatz des Vortags trinken…)

Mehr ist nicht zu tun. Das können sogar Berufstätige. Künzle meint zu diesem Tee:

Dieser Tee reinigt und säubert den ganzen Leib. Hat schon ganz elend kranke Menschen wieder gesund und blühend gemacht. Der verlorene Appetit kehrt wieder. Kopfweh und Druck im Leibe sind fort. Die Mehlsackfarbe vergeht, der Totengräber kann seine Schaufel wieder in den Schopf stellen.“

Also wer da nicht zuschlägt… muss wohl von Grund auf gesund sein!

Ich habe diese Kur zusammen mit einer befreundeten Heilpraktikerin in der VHS Hanerau – Hademarschen angeboten. Da beschränken wir uns nicht nur auf den Tee, sondern entgiften gleichzeitig durch veganes Essen. Auch Zucker, Alkohol, KAFFEE, Gluten und Naschzeug sind tabu.  Dabei kommt Einiges ins Rollen und es wird nicht nur kräftig entgiftet, sondern auch massiv entsäuert.

Ich hör jetzt viele ob der vermeintlichen Kasteiung aufstöhnen. Es ist aber nicht so schlimm, wie es scheinen mag.

In der VHS kuren wir nur eine Woche. Da kann sich wahrscheinlich jeder mal sein Naschwerk verkneifen. Schon in dieser Woche haben wir erstaunliche und höchst unterschiedliche Erfolge. Dabei ist diese Kur nicht zum Abnehmen gedacht. Gute Öle werden reichlich eingesetzt. Kartoffelsalate stehen auf dem Speiseplan.

Wer mich kennt, weiß, dass ich doch so hin und wieder dem großen „M“ einen Besuch abstatte. Ich bin ein unbeherrschter Esser. Ich gestehe es. Aber ich komm gut mit unserem Kurspeiseplan zurecht. Und sogar die Milch fehlt mir nicht: da wurde einfach ein wenig Mandelmus mit etwas Wasser und ein paar Datteln im Thermomix (geht auch mit jedem guten Rührstab) zerkleinert und das gibt eine Mandelmilch… hmmm…

Die vegane Ernährungsweise, die weiteren kleinen Tipps und die Knospen (ich meine immer die Knospen, die gerade so aufgehen und alles kurz davor und danach) ergänzen sich wunderbar. Ja, ich glaube sogar, dass sich hier Synergien bilden, denn anders kann ich mir die Kurerfolge kaum erklären.

Tee und vegetarisches Essen kann man natürlich länger als eine Woche zu sich nehmen. Den Tee solange es frische Triebe und Knospen gibt. Vegan oder vegetarisch kann man sein Leben lang essen. Aber für unsere „Standardesser“ ist das doch ziemlich schwierig. Darum freu ich mich über jeden, der diese Kur so gut er kann umsetzt. Die meisten „Abbrecher“ haben wir beim Kaffeekonsum. Das ist sehr schade, denn gerade Kaffee macht uns ziemlich sauer…

Künzle selbst empfiehlt für junge Menschen einen Kurzeitraum von  2-3, bei älteren von 3-5 Wochen.

Die Zubereitung des Kurtees variiert von Autor zu Autor etwas. Ich habe bei Künzle keine genauere Angabe gefunden, meine Rezeptur hab ich von Dr. Erich Rauch abgelauscht, der sie in seinem Heilkräuterkurenbuch so beschreibt.

Ein schönes Buch zu diesem Thema ist:

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von Siegrid Hirsch

Siegrid Hirsch gehört zu den österreichischen Kräuterfrauen, die einen festen Platz in meinem Bücherregal haben. Auch in Österreich lebt die Kräuterkunde noch. Da kann man als reglementierter Deutscher schon ein wenig neidisch werden…ja, ich nehm sofort ein Leberkräutlein.

Siegrid geht auf Künzle nur am Rande ein, stellt aber die wichtigsten Frühjahrspflanzen in Wort und Bild vor. Auch Kräuterrezepte gibt sie zum Besten.

Wer sich bei den Kräutern noch nicht so sicher ist, oder sein Kräuterwissen vertiefen möchte, der kann hier reinschauen (oder aufs Büchlein klicken und die Rezensionen bei Amazon mal lesen).

Sooo… ich geh mal in die Knospen…

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3 Kommentare zu “Fit und vital mit der Knospenkur

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